Sonntag, 27 Mai 2012, 12h und 23h
Ich stehe hinter der Kamera.
Updates von 2h und 4h kommen dann später…
Sonntag, 27 Mai 2012, 12h und 23h
Ich stehe hinter der Kamera.
Updates von 2h und 4h kommen dann später…
Blumen in der Nacht sind mein heutiges Highlight, nachdem ich heute statt auf einem Musik-Festival im Büro war.
Manchmal saugt das Leben einfach.
1, 2 oder 3 mit Michael Schanze bot selbst dem dümmsten Kind eine bessere Erfolgschance als mein Versuch, bei meiner Waschmaschine das passende Programm zu wählen.
Wahrscheinlich bin ich beim Sockenroulette erstmals auf der Gewinnerseite…
Beste cocktailbar der Stadt. Mojito für ca. 2 Euro und der “Laden” ist um einen Baum herum aufgebaut.
Alltagssituationen, wie sie überall vorkommen.
Das Auto bzw. der Fahrer möchte wegfahren, aber der Fußweg ist voller Tische und Gäste.
Lösung ist, einfach zu fahren, die Leute werden schon aufstehen.
China eben, same same but different.
Recht beliebt im Straßenverkehr ist auch der Stau. Im Taxi wettet man dann, ob es Unfall, einfach viel Verkehr oder eine Baustelle ist. Meistens ist es dann einfach jemand, der auf der Stadtautobahn wendet. Naja, ich hab es ja nicht eilig…
Gestern war ich ja in Shanghai, einer im Vergleich zu Peking tatsächlich ganz attraktiven Stadt mit Wasser, Grün und Häusern, die wahrscheinlich sogar ein Architekt und kein Bauunternehmer entworfen hat.
Viel interessanter als die Stadt war dann aber der Rückflug, denn das Flugzeug wurde von einer rund 50köpfigen Reisegruppe aus älteren Chinesen vermutlich ländlicher Herkunft teilbesetzt.
Die durchweg kleinen und teilweise sogar hutzeligen Männer und Frauen flogen anscheinend zum ersten Mal und waren größtenteils des Lesens nicht fähig, auf jeden Fall glich das Einsteigen bzw. das Finden des richtigen Sitzplatzes eher einer Reise nach Jerusalem als einem Business-Flug zwischen zwei Metropolen.
Als die sichtlich genervten Flugbegleiterinnen endlich alle Personen auf einem Sitz untergebracht hatte, begann das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel, denn es gab unter der Reisegruppe klare Vorlieben, neben wem man denn gerne den Flug verbringen möchte und so wurde wieder munter durcheinander geturnt.
Als dann endlich alle wieder saßen, ging es auch schon zur Startbahn und kaum nimmt die Maschine Fahrt auf, um abzuheben, steht wieder jemand auf, kraxelt auf den Sitz, um an das Gepäckfach zu kommen, um dort aus seinem Reisebeutel eine Thermoskanne hervorzukramen. Das Flugperson war in heller Panik und schrie durch die Lautsprecher, sich wieder hinzusetzen und kurz vor dem Abheben saß die Dame dann auch wieder.
Kaum in der Luft und im Steigflug begriffen, tauschen zwei Personen nochmal schnell die Plätze…
Während des Fluges wurden dann eifrig eingelegte Zwiebeln und Eier geknabbert - ich denke, nicht nur aus diesem Grund sondern vielmehr ob des zu erwartenden Chaos wurde auf die Verteilung von Essen und Getränken durch das Flugpersonal verzichtet.
Während der Landung dann quasi das gleiche Bild - ich konnte schon Autos erkennen und Reklame lesen, da gehen zwei Damen nochmal auf Toilette und andere stehen auf, um besser aus dem Fenster gucken zu können.
Ich konnte das alles gut beobachten, da die gesamte Gruppe vor mir saß. Daher habe ich nach der Landung und während des Rollens zum Gate das gemacht, was man nicht machen soll: ich bin aufgestanden, bin an der Gruppe vorbeigegangen und habe vorne am Ausstieg darauf gewartet, dass die Tür aufgeht.
Die Damen von der Flugbegleitung lächelten mir verständnisvoll zu.
Wie gesagt, Shanghai ist eine spannende Stadt, Peking ist auch irgendwie -nennen wir es - besonders und es gibt auch noch andere Großstädte, aber das Groß der Menschen kommt gerade erst langsam aus den Reisfeldern hervor.
Mit diesem vorurteilsbestzen Schlusswort sende ich mal wieder koloniale Grüße nach Deutschland und verbleibe wie immer.
T
Imposant, dieses Shanghai, wirklich.
Autofahren können sie hier zwar auch nicht, dafür guckt man im Stau auf schönere Gebäude.
Das Flugzeug meines Vertrauens sieht zwar anders aus, aber das hier hat mich sicher nach Shanghai gebracht.
Gut, wir standen erst eine Stunde auf dem Rollfeld, aber das tut ja nichts zur Sache.
Morgen verlasse ich nun dieses Peking erstmal.
Ja, ja, ja, juchu, endlich mag nun der eine oder die andere denken, endlich kommt er zurück nach Deutschland.
Leider muss ich da der Vorfreude einen Riegel vorschieben, denn ich verlasse Peking nur, um nach Shanghai zu fliegen. Jetzt höre ich schon die Stimmen “Ja was macht der denn dann für einen Aufstand um einen Innlandsflug”, aber ich muss zugeben, ich bin ein wenig aufgeregt.
Ich werde berichten und vielleicht auch ein klassisches Rollfeld-Bild erstellen, wobei ich nicht weiß, ob das hier mit einer vorläufigen Hinrichtung bestraft wird oder nicht.
Wir werden sehen.